LiG weiter technisch aufgerüstet
Auch kommende Schüler mit Netbooks ausstatten
CUXHAVEN.
Vor eineinhalb Jahren starteten die ersten Netbook-Klassen am
Lichtenberg-Gymnasium, mittlerweile sind alle Schülerinnen und Schüler
der 7. und 8. Klassen mit einem eigenen Netbook, also einem kleinen
tragbaren Computer, ausgestattet. Ein Ergebnis, mit dem Schulleiter
Bernd Kreft nicht gerechnet hätte, als er seinerzeit den ersten Eltern
das Konzept vorstellte. „Wir hätten auch mit weniger Klassen
angefangen.“
Mittlerweile
ist das Arbeiten an den Netbooks für die damit ausgestatteten
Jugendlichen selbstverständlich geworden und auch immer mehr Kollegen
entdecken die Vorzüge, die jetzt sogar offiziell durch die Masterarbeit
eines Absolventen der Uni Kiel bestätigt worden sind. Nicht nur in der
Evaluation (etwa: Analyse), zu der der Rücklauf an Fragebögen fast
flächendeckend war, sondern auch aus Gesprächen wissen Bernd Kreft und
Lehrerin Nicole Dierk, die kürzlich im Schulausschuss über das Projekt
informierten, dass das Arbeiten mit dem Netbook gut ankommt.
Hausaufgaben online
„Im
Lateinunterricht beispielsweise können Textpassagen auf den PC
übertragen werden, die Schüler erhalten unterschiedliche Aufgaben zur
Bearbeitung und am Ende kann alles wieder für alle zusammengeführt
werden“, so Bernd Kreft. Es sei möglich, spontan für Recherchen ins
Internet zu gehen; Hausaufgaben würden ganz einfach über den
schulinternen Server verteilt.
Begonnen worden war das Projekt mit
Begleitung der Initiative n21 e.V. Zu den Befürwortern hatte nicht
zuletzt Oberbürgermeister Arno Stabbert gezählt.
Die Netbooks werden
von den Eltern bezahlt; bei Finanzierungsschwierigkeiten hilft ein
Unterstützungsfonds, der bis zur Hälfte die Kosten von höchstens 400
Euro für Gerät, technische Unterstützung und Versicherung übernimmt.
Gebäude umrüsten
Aber
ein altes Schulgebäude wie das Lichtenberg-Gymnasium mit seinem Altbaus
aus dem Jahre 1930 muss für technische Revolution auch vorbereitet
werden. „Ganz wichtig sind viele – und das auch noch belastbare –
Steckdosen“, erläuterte Bernd Kreft. Seinerzeit sei in den Klassenräumen
mit sogenannten ActivBoards: Die vertrauten grüne Schultafel, die mit
Kreide beschrieben wird, wird bald ausgedient haben.
ActivBoards sind
wie Computerbildschirme, auf ihnen können Internetseiten, Grafiken und
Lernprogramme angezeigt werden, sie können aber auch beschrieben werden.
In den Jahren 2010 und 2011 sind damit schon knapp 20 Räume
ausgestattet worden, mit Mitteln unter anderem auch dem Konjunkturpaket
II, aus dem Schul- und Stadt-Haushalt sowie Spenden. Auch das
schulinterne Netzwerk wurde ausgebaut.
Um „nicht auf dem halbem Wege
stecken zu bleiben“ (B. Kreft), nach und nach die flächendeckende
Ausstattung aller Schüler mit Netbooks zu ermöglichen, auch die
Fachräume ans Netz anzuschließen und die restlichen ActivBoards zu
beschaffen, sind für die Jahre 2012 und 2013 noch jeweils Ausgaben von
rund 50 000 Euro erforderlich. „Danach müsste die Unterhaltung der
schulinternen Netzwerks und die Geräte-Ersatzbeschaffungen aus dem
laufenden Haushalt zu finanzieren sein“, so Bernd Kreft.
Grünes Licht erhalten
Der
Verwaltungsausschuss gab in seiner letzten Sitzung des ergangenen
Jahres am 29. Dezember grünes Licht für 50000 Euro im Jahr 2012. Damit
wird das LiG als Notebookklassen-Pilotprojekt in Cuxhaven gestärkt.
CN vom 7./8. Januar 2012
Maren Reese-Winne